Wissenswertes über Birkhühner

Das Birkhuhn ist ein großer Vogel, etwa so groß wie ein Fasanenweibchen. Die männlichen Tiere haben einen leierförmigen Schwanz, den sie aufrichten und in einem als „Leck“ bekannten Schauspiel auffächern. Die Männchen versammeln sich an traditionellen Plätzen und zeigen sich, um ihre Dominanz zu demonstrieren und Weibchen zu gewinnen, die sie von der umliegenden Vegetation aus beobachten. Zwischen sechs und elf Eier werden im Mai in einer versteckten, mit Moos bewachsenen Scharte im Boden abgelegt; die Küken sind nach etwa drei Monaten selbstständig.

Birkhühner sind keine Zugvögel, das heißt, sie bleiben das ganze Jahr über hier. Sie bevorzugen feuchte Hochmoore und Heideflächen mit einigen Bäumen.

Darüber hinaus gehen die Tiere auch gerne in den Anbauflächen in der Nähe der Brutplätze auf Nahrungssuche. Der Speiseplan eines erwachsenen Birkhuhns besteht hauptsächlich aus pflanzlicher Nahrung. Bis zum tiefen Winter ernähren sie sich von den Preiselbeeren, die es im Sallandse Heuvelrug in Hülle und Fülle gibt. In der frühen Lebensphase sind die Küken jedoch auf tierische Nahrung, wie Insekten, Insektenlarven und Spinnen, angewiesen. Die niederländischen Birkhühner gehören zu einer speziellen Unterart von Britannicus, dem ursprünglichen Birkhuhn Nordwesteuropas. Ihr jährliches Balzritual ist spektakulär.

Wie sehen Birkhühner aus?

Die Männchen sind blauschwarz mit einer leuchtend roten Zeichnung über dem Auge, einem Fächerschwanz und weißen Streifen auf den Flügeln. Sie sind ähnlich groß wie ein Haushuhn. Die Weibchen sind etwas kleiner als die Männchen und graubraun gefleckt.

Nicht zu verwechseln mit: Auerhahn. Das weibliche Birkhuhn ähnelt dem weiblichen Auerhuhn, allerdings hat das Birkhuhn nicht die orange-braune Kehle des Auerhuhns.

Was frisst das Birkhuhn?

Erwachsene Raufußhühner ernähren sich von Knospen, Trieben, Gras und in den Herbst- und Wintermonaten auch von Beeren. Die Küken werden in den ersten Lebenswochen mit Insekten gefüttert und nehmen mit zunehmender Selbstständigkeit immer mehr pflanzliche Nahrung zu sich.

Wie brüten Birkhühner?

Die Brutzeit findet in der Regel von Anfang April bis Mitte Mai statt, wenn die Männchen zum „Lek“ antreten – eine auffällige Zurschaustellung, um eine Partnerin anzulocken. Die Männchen versammeln sich, um sich zu zeigen, indem sie ihre Schwänze auffächern, ihre Flügel aufplustern und eine Reihe von Geräuschen machen. Damit wollen sie die Aufmerksamkeit der Weibchen erregen, die sich das Schauspiel ansehen, bevor sie sich für ein Männchen entscheiden, mit dem sie sich paaren wollen.

Die Nester werden im Mai auf dem Boden gebaut, in der Regel mit Moos ausgekleidet und an einer unauffälligen Stelle inmitten der Vegetation angelegt. Es werden etwa 6-10 Eier gelegt, die nach fast einem Monat Brutzeit schlüpfen. Die Küken werden im Alter von etwa drei Monaten selbständig.

Wo lebt das Birkhuhn?

Birkhühner leben vor allem in den Hochlandgebieten Schottlands, es gibt jedoch auch einige kleine Populationen in Nordengland und Wales.

Anzeichen und Tipps zum Erkennen

Achten Sie während der Brutzeit auf die unverwechselbaren Rufe, die bis zu 4 km weit zu hören sein sollen. Achten Sie darauf, dass Sie den Vögeln während dieser Zeit nicht im Weg stehen, um sie nicht zu stören.

Bedrohungen und Schutz

Der Bestand des Birkhuhns ist im Vereinigten Königreich stark rückläufig. Es wird in der Roten Liste für gefährdete Vogelarten (2015) als rote (stark gefährdete) Art geführt, und es gibt viele Erklärungen für seinen starken Rückgang. Der Klimawandel, veränderte landwirtschaftliche Praktiken und die zunehmende Beweidung durch Schafe und andere Tiere sind allesamt Faktoren, die dazu beitragen.

Im Frühjahr gehören die Gemeinschaftsbruten (Leks) der Birkhühner zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten. Ab April, wenn noch viel Schnee in den Bergen liegt, versammeln sich die Birkhuhnhähne an ihren traditionellen Balzplätzen. Lange vor Sonnenaufgang sind bei klirrender Kälte die ersten blubbernden Laute zu hören. Jeder Hahn verteidigt einen kleinen Bereich in der Balzarena und versucht, sich möglichst wirkungsvoll zu präsentieren. Nach der Paarung kümmern sich die Hähne weder um den Bau des Nestes noch um die Brut.